
Geboren wurde ich 1968 in Bottrop als Einzelkind griechischer Eltern, die zu einer Zeit des Umbruches als Arbeiter in die Kohlebergwerkstadt Bottrop kamen. Sehr früh wurde unsere Familie durch harte Umstände geprägt, die der Aufstieg meines Vaters vom Arbeiter zum Sozialarbeiter, Dolmetscher und Übersetzer, Doktor der Philosophie und schließlich zum pädagogischen Universitätsprofessor mit sich brachte und uns dann nach Offenbach ziehen ließ, wo ich aufgewachsen bin. Bereits als Kind schrieb ich Geschichten, machte Hörspiele und malte. Die Scheidung meiner Eltern und die Auswanderung meines Vaters zurück nach Griechenland brachte es mit sich, dass ich das Abitur abbrach, im Jahre 1985 mit der mittleren Reife abschloss und 1988 eine Ausbildung als staatlich geprüfte Fremdsprachensekretärin absolvierte, um einen schnellen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen. Da wir auf uns allein gestellt waren, meine Mutter Hausfrau war und als Aushilfe nicht viel verdienen konnte, jobbte auch ich nebenher. Auch während meiner gesamten Schul- und Ausbildungszeit schrieb ich weiterhin Geschichten, teilweise auch Romane und machte weiterhin Hörspiele daraus. Nach Abschluss der Ausbildung 1988 begann ich noch im gleichen Jahr die Tätigkeit als Personaldisponentin bei einem Zeitarbeitsunternehmen, dann als Fremdsprachensekretärin bei externen Einsätzen, die ich nutzte, um Berufserfahrung zu sammeln und schließlich als Teamassistentin bei Mercedes Benz, wo ich von 1989 bis 1996 beschäftigt war. In meiner Freizeit entdeckte ich dann meine Leidenschaft zur Rhythmischen Gymnastik und für Flashdance. Ich trainierte 6x in der Woche, schaute mir alles bei den Wettkämpfen im Fernsehen ab, begann dann mit Wettkampfgymnastik, wo ich gleich im ersten Jahr hessische Meisterin und im dritten Jahr deutsche Vizemeisterin wurde und verdiente nebenher Geld mit Showauftritten. Parallel beschloss ich, mich teils selbständig zu machen und Übersetzerin zu werden. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich kein Griechisch lesen und schreiben, beherrschte lediglich nur die Umgangssprache von Zuhause her. 1990 begann ich dann intensiv mit der Lernerei, brachte mir das meiste selbst bei. Mitte1998 erlangte ich dann den Abschluss als staatlich anerkannte Übersetzerin. Noch vorher kündigte ich Ende 1997 meine Tätigkeit als Teamassistentin, wechselte zu einer Teilzeittätigkeit, um parallel als Übersetzerin und Dolmetscherin zu arbeiten. In den Jahren von 1999 bis 2003 war ich dann auf Teilzeitbasis als Assistentin GF tätig. Darüber hinaus führte weiterhin ein sehr bewegtes Leben und verdiente Geld mit Übersetzungen, die inzwischen sehr gut liefen, Showauftritten und dann auch mit selbst gemalten Ölgemälden. Auch meine Geschichten schrieb ich weiterhin und machte Hörspiele. Die Umstände meiner Heirat im Jahre 2003 führten dazu, dass ich meine Tätigkeit als Assistentin GF, die mir sehr viel Spaß gemacht hatte sowie eine prägende Zeit für mich gewesen war, aufgeben musste und im Rahmen des gemeinsamen Ehelebens sowie der Tätigkeit meines Mannes als Unternehmer, neben meiner bis heute weitergeführten Tätigkeit als Übersetzerin neue Aufgaben übernahm wie Projektleitung, Bauorganisation, Raum- und Aussenanlagengestaltung und diverse Büroarbeiten. Die neuen Aufgaben gestalteten mein Leben vielseitiger, und ich merkte, dass es mich erfüllte, etwas zu gestalten und zu schaffen. So beschloss ich dann, mir einen schon immer gehegten Wunsch zu erfüllen und einen eignen Film zu machen. Vor zwei Jahren begann ich mit einfachen Homevideos. Anfangs lag der Schwerpunkt bei Musikvideos, zu denen ich tanzte und den Gesang imitierte. Die Videos verbesserten sich, natürlich auch durch die Technik. Ich merkte aber schnell, dass die Musikvideos nicht meine Welt waren und ich sicher auch nie eine Sängerin werden würde, sondern ich ganz klar der leidenschaftliche Geschichtsschreiber war und mein Schwerpunkt bei Spielfilmen lag.
Ich entschied mich für Kurzfilme, weil ich darin eine größere Herausforderung sah, in einer sehr kurzen Zeit eine richtige Geschichte zu erzählen, was bei Spielfilmen in voller Länge natürlich einfacher ist. Also drehte ich meinen ersten Kurzfilm. Fasziniert von den Möglichkeiten, was ich da alleine hinbekommen konnte, rüstete ich technisch auf und wollte richtig anspruchsvolle Kurzfilme drehen. Mit dem Genre Fantasy konnte ich meine persönliche Vorliebe für das phantastisch, mystische mit meinem Anspruch vereinen, meine ganze Kreativität in abstrakten Welten zum Einsatz zu bringen. Solche Filme sind nicht umsonst selten, denn die Produktion ist nicht einfach. Der Aufwand ist erheblich höher als bei einem realen Film, bei dem man gedrehte Szenen einfach übernehmen kann. Bei einem Fantasyfilm müssen hingegen Hintergründe selbst gemacht, Modelle gebaut, die Hintergründe anschließend verfremdet werden, Figuren kreiert, mit Kostümen, Masken und Schminke ausgestattet, Waffen entworfen werden, natürlich viele Trickeffekte zum Einsatz kommen und jede Kampfszene exakt choreographiert werden. Alle Clips müssen einzeln erstellt und bearbeitet werden, eben wie bei einem Puzzle mit vielen kleinen Einzelteilen. Selbst wenn ich andere Darsteller einsetzen würde könnte man solche Filme nicht an realen Orten drehen. Vom Drehbuch bis zum fertigen Film alles alleine zu machen ist aber auch eine besondere Herausforderung für mich. Aus heutiger Sicht würde ich das auch nicht ändern wollen, denn es bietet Vorteile. Der Zeitaufwand ist geringer, da die gegenseitige Abstimmung entfällt, die Dreharbeiten gelingen schneller, weil man selbst genau weiß, was man will, die Story vorher schon auswendig kennt, und außerdem ist eine höhere Flexibilität für die Clips gegeben. Bei mehreren Leuten auf dem Bild hätte man beispielsweise ein Problem, wenn dann zwei nicht in den vorgesehenen Hintergrund passen und man sie nicht einfach entfernen oder ändern könnte. Ein ziemlich aufwendiger Film war durchaus „Das Zeichen von Ghor“. Auf die Idee den Film „Die Begegnung“ zu drehen brachte mich mein handaufgezogener Papagei Paulie, zu dem ich eine besondere Beziehung habe. Außerdem liebe ich Tiere, besonders Vögel und Hunde. Der Produktionsaufwand war im Vergleich zu den anderen beiden Filmen gering, denn man braucht ja keinerlei Trickeffekte. Das schwierigste war natürlich das Training mit Paulie, der manchmal nicht zum rechten Zeitpunkt auf mich fliegen oder von mir wegfliegen wollte oder einfach nur Blödsinn gemacht hat, anstatt sich entsprechend zu bewegen, aber die Dreharbeiten mit dem kleinen grünen Kerlchen waren einfach ein tolles Erlebnis. Im Gegensatz zu der „Kriegerin“ erlebt man mich in der Rolle des blinden Mädchens eher als „Prinzessin“, aber ich mag es durchaus, auch mal eine ganz andere Rolle zu spielen, und ich liebe Gegensätze.
Vor kurzem habe ich meinen neuen Fantasyfilm „Im Bann des Kron“ gedreht, der zweifellos in jeder Hinsicht meine bisherigen Produktionenübertroffen hat und für mich allein schon eine ziemliche Herausforderung war, die aber auch viel Spaß gemacht hat und arbeite an dem Auftragsprojekt der Priorit AG, eine Filmdoku, mal etwas völlig anderes in einem sachlich-realen Genre, wo ich selbst auch ganz gespannt auf das Ergebnis bin....